HP 9L Naturkalk-Leichtgrundputz
Der HP 9L Naturkalk-Leichtgrundputz von Hessler ist ein hochwertiger, natürlicher Werktrockenmörtel, der aus natürlich hydraulischem Kalk, Weißkalkhydrat, Kalkstein- und Quarzsand, Kalkstein- und Tonmehl, mineralischem Leichtzuschlag (Blähglas) sowie einem geringen Zusatz von Methylcellulose hergestellt wird. Mit einem Korn von 2 mm und einer Diffusionswiderstandszahl von µ = 7, ist er hoch diffusionsoffen und pilz- und schimmelwidrig. Mit einer Wärmeleitfähigkeit λ = 0,2 W/ (mK) ist es ein ideales Putz für den Innen- und Außenbereich, insbesondere für Feuchträume. Es ist zementfrei und enthält keine synthetischen Bindemittel. Bei der Verwendung im Außenbereich ist zu beachten, dass es nicht hydrophobiert ist.
Dieser Putz ist eine ideale Lösung für alle, die einen natürlichen und hochwertigen Putz für ihre Bauprojekte suchen. Es bietet eine hervorragende Atmungsaktivität und eignet sich perfekt für den Einsatz in Feuchträumen. Durch den Einsatz von Blähglas als Leichtzuschlag ist es besonders angenehm zu verarbeiten und eignet sich perfekt für leichte Baumaterialien.
Untergrund:
Der Untergrund ist ein wichtiger Faktor für die Verarbeitung des HP 9L Naturkalk-Leichtgrundputzes von Hessler. Je nach Art und Beschaffenheit des Untergrundes muss dieser entsprechend vorbereitet werden. Für stark saugende Untergründe wird der Vorspritzmörtel HP 10 halbdeckend oder alternativ Kalkhaftputz HP 14 gezahnt, oder bei Natursteinmauerwerk Kalk-Vorspritzmörtel HP 9VM volldeckend eingesetzt. Betonflächen sind mit HP 14 als Haftbrücke mit der Zahntraufel vorzuziehen. Es ist wichtig, dass die Untergrundvorbereitung vor dem Aufbringen des HP 9L trocken ist (ca. 1 Tag / mm Auftragsstärke). Flächen die verfliest werden müssen mit dem Kalk-Zementputz HP 1 oder HP 1L verputzt werden. Untergrundvorbereitung mit HP 10 vornehmen. Gerne stehen wir Ihnen in einem Beratungsgespräch zur Verfügung, um die richtige Untergrundvorbereitung und den passenden Aufbau für Ihr Projekt zu finden.
Wie wird der HP 9L verarbeitet?
Der HP 9L Kalk-Leichtgrundputz von Hessler kann mit allen gängigen Putzmaschinen verarbeitet und in allen gebräuchlichen Förderanlagen transportiert werden, unter Beachtung der Bedienungsanleitungen der Maschinenhersteller. Bei Handverarbeitung wird der Inhalt des Sacks mit ca. 9 Litern Wasser vermengt und knotenfrei verrührt, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Hierfür können z.B. Freifallmischer oder ein geeigneter Rührquirl verwendet werden. Dann ca. 10 Minuten stehen lassen und erneut aufrühren. Besonders stark saugende Untergründe sollten vorgenässt werden. Die Putzstärke beträgt innen ca. 15 mm und außen ca. 20 mm. HP 9L wird nach dem Auftrag z. B. mit einer Kartätsche plan gezogen. Eventuell auftretende Sinterhaut kann mit Hilfe eines Rabotts entfernt werden. Flächen mit erhöhter Auftragsstärke, sowie mit Kalk-Haftputz HP 14 überzogene Beton- oder Styrodurflächen, müssen mit HP 9L vorgespritzt und mehrlagig verarbeitet werden. Erst nach dem Ansteifen sollten diese Flächen vollendet werden. Wir empfehlen insbesondere bei Untergründen mit erhöhtem Rissrisiko eine Gewebearmierung vorzunehmen. Eine Trocknungszeit von ca. 1 Tag pro mm Auftragsstärke sollte eingehalten werden, bevor weitere Arbeitsschritte durchgeführt werden (abhängig von z.B. Temperatur und Luftfeuchtigkeit). Anschließend kann ein Hessler Kalk-Oberputz oder eine Hessler Kalkfarbe aufgetragen werden. Bei Verwendung von HP 9L als Außenputz empfehlen wir eine Gewebespachtelung mit Kalk-Haftputz HP 14 und als Oberputz den Hessler Kalk-Feinputz HP 90 natur 1,0 mm. Danach sollte ein Anstrich mit einer hochwertigen Silikatfarbe erfolgen.
Bitte beachten Sie um Untergrund und zur Vearbeitung stets die Hinweise des Herstellers im aktuellen Datenblatt
Angaben zur Produktsicherheit
Herstellerinformationen:
Hessler-Kalkwerke GmbH
Baiertalerstr. 115
69168 Wiesloch, Deutschland
info@hessler-kalkwerk.de
https://www.hessler-kalkwerk.de
Was sind die Vorteile des Hessler HP 9L Leichtgrundputzes?
Der HP 9L zeichnet sich durch seinen mineralischen Leichtzuschlag (Blähglas) aus. Er ist zementfrei, hoch diffusionsoffen (µ = 7) und besitzt eine reduzierte Wärmeleitfähigkeit (λ=0,2W/mK). Durch das geringe Gewicht ist er besonders kräfteschonend zu verarbeiten und ideal für moderne Leichtbaustoffe geeignet.
Für welche Untergründe wird der HP 9L besonders empfohlen?
Aufgrund seines geringen Eigengewichts und seiner Elastizität ist er der perfekte Grundputz für leichte Baumaterialien wie Poroton-Ziegel oder Holzweichfaserplatten. Er bietet ein hervorragendes Standvermögen und minimiert Spannungen auf hochdämmendem Mauerwerk.
Wie hoch ist die Ergiebigkeit des HP 9L im Vergleich zum Standardputz?
Dank der Leichtzuschläge ist der HP 9L sehr ergiebig: Ein 25 kg Sack ergibt ca. 24 Liter Nassmörtel. Das reicht im Innenbereich (15 mm Stärke) für ca. 1,6 m² und im Außenbereich (20 mm Stärke) für ca. 1,2 m² pro Sack.
Wie wird der HP 9L im Außenbereich fachgerecht verarbeitet?
Der HP 9L ist nicht hydrophobiert. Im Außenbereich muss er daher mit einer Gewebespachtelung (z. B. mit HP 14) versehen und anschließend mit einem schützenden Oberputz (z. B. HP 90) sowie einer hochwertigen Silikatfarbe beschichtet werden.
Was muss ich beim Anmischen von Hand beachten?
Für einen Sack HP 9L werden ca. 9 Liter Wasser benötigt. Nach dem ersten knotenfreien Verrühren muss der Mörtel ca. 10 Minuten "reifen" und sollte vor der Verarbeitung erneut kurz aufgerührt werden, um die optimale Konsistenz zu erreichen.
Welche Trocknungszeiten müssen vor dem nächsten Schritt eingehalten werden?
Es gilt die Regel: 1 Tag Trocknungszeit pro Millimeter Auftragsstärke. Bei einem Standardauftrag von 15 mm bedeutet dies eine Standzeit von ca. 15 Tagen, bevor weitere Schichten oder Kalkfarben aufgetragen werden dürfen.
Ist der HP 9L auch als Untergrund für Fliesen geeignet?
Nein. Für Flächen, die später gefliest werden, ist der HP 9L nicht geeignet. In diesem Fall müssen Sie auf den stabilisierten Kalk-Zementputz HP 1 oder HP 1L ausweichen.