HP 9 Pure Mineral Naturkalk-Grundputz
Der HP 9PM von Hessler ist ein mineralischer Werktrockenmörtel, der aus natürlich hydraulischem Kalk, Weißkalkhydrat, Quarzsand, Kalkstein- und Tonmehl sowie Blähglas besteht. Er hat ein Korn von 2 mm und gehört zur Mörtelgruppe CS I nach DIN EN 998-1. Es enthält keine synthetischen Bindemittel und ist hoch diffusionsoffen (Diffusionswiderstandszahl µ = 7), sowie pilz- und schimmelwidrig. HP 9PM ist besonders für feuchtebelastete Untergründe im Innenbereich, insbesondere Naturstein- und Gewölbekeller geeignet. Es ist frei von Methylcellulose und organischen Bindemitteln.
Untergrund:
Je nach Art und Beschaffenheit des Untergrundes muss dieser entsprechend vorbereitet werden. Hierbei wird z. B. bei stark saugendem Untergrund der Kalk-Vorspritzmörtel HP 9VM aufgebracht und vollständig getrocknet sein, bevor HP 9PM aufgetragen wird. Wenn der Untergrund nicht stark feuchtebelastet ist, kann der Kalk-Grundputz HP 9 / HP 9L verwendet werden. Flächen, die zu fliesen sind, sollten mit Kalk-Zementputz HP 1 verputzt werden. Untergrundvorbereitung mit HP 10. Wir beraten Sie gerne bei der Wahl der richtigen Untergrundvorbereitung und Aufbau.
Wie wird der HP 9 PM verarbeitet?
Es wird empfohlen, den HP 9PM per Hand zu verarbeiten. Hierfür den Inhalt des Sacks mit etwa 8 Litern Wasser vermischen und gründlich durchmischen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Freifallmischer oder ein geeigneter Rührquirl. Dann ca. 10 Minuten stehen lassen und erneut durchmischen. Da HP 9PM kein Methylcellulose enthält, hat es nur eine geringe Wasserrückhaltung. Daher muss der Untergrund ausreichend vorgenässt werden, aber noch saugfähig sein. Die Putzstärke beträgt pro Schicht ca. 10mm. Es wird empfohlen, in zwei Schichten zu arbeiten, die zweite Schicht erst nach dem Ansteifen aufzubringen.
Es ist wichtig die Anweisungen des Herstellers zu befolgen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und die Langlebigkeit des Putzes zu gewährleisten. Deswegen beachten Sie bitte immer das aktuelle Datenblatt von Hessler bezüglich Untergrund und Verarbeitung.
Angaben zur Produktsicherheit
Herstellerinformationen:
Hessler-Kalkwerke GmbH
Baiertalerstr. 115
69168 Wiesloch, Deutschland
info@hessler-kalkwerk.de
https://www.hessler-kalkwerk.de
Was unterscheidet den HP 9PM von anderen Kalk-Grundputzen?
Der HP 9PM ist vollständig frei von Methylcellulose und organischen Bindemitteln. Da er nur aus rein mineralischen Bestandteilen (NHL, Kalk, Sande, Blähglas) besteht, bietet er Mikroorganismen keinen Nährboden und ist damit die sicherste Wahl für feuchtebelastete Natursteinmauern und Gewölbekeller.
Warum ist bei diesem Putz das Vornässen so extrem wichtig?
Da der HP 9PM keine Methylcellulose enthält, hat er ein geringes Wasserrückhaltevermögen. Er gibt Feuchtigkeit sehr schnell an den Untergrund ab. Um ein "Aufbrennen" (zu schnelles Austrocknen ohne Festigkeitsentwicklung) zu verhindern, muss der Untergrund intensiv vorgenässt werden, aber noch saugfähig sein.
Für welche speziellen Anwendungsgebiete wird der HP 9PM empfohlen?
Sein Haupteinsatzgebiet sind Naturstein-Mauerwerke und Gewölbekeller im Innenbereich. Er ist besonders resistent in Umgebungen, in denen herkömmliche Putze mit organischen Anteilen zu Schimmel oder Zersetzung neigen könnten.
Wie hoch ist die Ergiebigkeit und der Materialbedarf pro Sack?
Ein 25 kg Sack ist durch das enthaltene Blähglas sehr ergiebig und ergibt ca. 25 Liter Nassmörtel. Das reicht bei einer Putzstärke von 15 mm für ca. 1,7 m² und bei 20 mm für ca. 1,3 m² Fläche.
Wie wird der HP 9PM richtig verarbeitet?
Der Mörtel sollte bevorzugt per Hand verarbeitet werden. Er wird in Lagen von ca. 10 mm aufgetragen. Bei höheren Stärken wird zweilagig gearbeitet, wobei die zweite Lage erst nach dem Ansteifen der ersten folgt. Auftretende Schwindrisse können im feuchten Zustand einfach mit einem Holzbrett zugerieben werden.
Welche Untergrundvorbereitung ist bei Naturstein nötig?
Bei sehr glattem oder stark saugendem Naturstein ist der spezielle Kalk-Vorspritzmörtel HP 9VM als Haftbrücke aufzubringen. Dieser muss vor dem Auftrag des HP 9PM vollständig ausgetrocknet sein. Vorhandene Salzausblühungen müssen vorab fachgerecht behandelt werden.
Gibt es Einschränkungen bei der Nutzung der Räume?
Ja, um eine dauerhafte Funktion des Putzes zu gewährleisten, sollte die Luftfeuchtigkeit im Raum generall dauerhaft unter 60 % liegen. Zudem ist er nicht als Untergrund für Fliesen geeignet; hierfür muss der Kalk-Zementputz HP 1 verwendet werden.