HP 9SL Naturkalk Dämmputz
Der HP 9SL ist ein hochwertiger Dämmputz, der aus natürlichen Materialien wie hydraulischem Kalk, Romankalk und Blähglas hergestellt wird. Dieser Putz ist zementfrei und enthält keine synthetischen Bindemittel, was ihn zu einer idealen Wahl für ökologisch nachhaltige Bauprojekte macht. Mit einem Korn von 2 mm und einer Wärmeleitfähigkeit von λ=0,08W/(mK) bietet HP 9SL eine hervorragende Wärmedämmung für Innen- und Außenwände. Der Putz ist auch hoch diffusionsoffen und pilz- sowie schimmelwidrig, was ihn zu einem idealen Material für Feuchträume macht. Es gibt auch eine spezielle Außenversion des Putzes, HP 9SL-A, die zusätzlich einen geringen Anteil Weißzement enthält. Sprechen Sie uns gerne darauf an. Es ist jedoch zu beachten, dass HP 9SL nicht hydrophobiert ist, was bedeutet, dass es nicht wasserabweisend ist und daher besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordert, wenn es im Freien verwendet wird.
Untergrund:
Die Vorbereitung des Untergrundes ist von entscheidender Bedeutung für den erfolgreichen Einsatz des HP 9SL Naturkalk-Dämmputzes. Je nach Art und Beschaffenheit des Untergrundes müssen unterschiedliche Schritte unternommen werden, um eine optimale Haftung des Putzes sicherzustellen. Beispielsweise müssen stark saugende Untergründe, wie Natursteinmauerwerk, mit einem Kalk-Vorspritzmörtel wie dem HP 9VM vollständig bedeckt werden, während Betonflächen am besten mit dem Kalkhaftputz HP 14 als Haftbrücke behandelt werden sollten. Es ist wichtig, dass die Untergrundvorbereitung vor dem Aufbringen des HP 9SL vollständig trocken ist (ca. 1 Tag pro mm Auftragsstärke). Fließende Flächen sollten mit dem Kalk-Zementputz HP 1 oder HP 1L verputzt werden. Falls Sie unsicher sind, welche Untergrundvorbereitung für Ihr Projekt am besten geeignet ist, stehen wir Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung, um die richtige Vorgehensweise zu finden.
Wie wird der 9 SL Kalk Dämmputz verarbeitet?
Die Verarbeitung des HP 9SL Naturkalk-Dämmputzes kann sowohl maschinell als auch handverarbeitet erfolgen. Empfohlen wird die Verwendung des UMP-Systems der Deutschen Fördertechnik, aber auch andere Maschinen können verwendet werden. Der Putz sollte innerhalb von 1,5 Stunden verarbeitet werden und die Putzdicke pro Arbeitsgang sollte ca. 30mm betragen. Besonders saugende Untergründe sollten vorgenässt werden. Der Putz sollte 3-4 Wochen stehen, bevor er gestrichen oder mit einem mineralischen Deckputz versehen wird. Bei der Verarbeitung von HP 9SL-A als Außenputz, empfiehlt sich eine Gewebespachtelung mit Kalk-Haftputz HP 14 und als Oberputz empfehlen wir den Hessler Kalk-Feinputz HP 90 natur 1,0 mm und ein Anstrich mit einer hochwertigen Silikatfarbe.
Bitte beachten Sie um Untergrund und zur Verarbeitung stets die Hinweise vom Hersteller aus dem aktuellen Datenblatt
Angaben zur Produktsicherheit
Herstellerinformationen:
Hessler-Kalkwerke GmbH
Baiertalerstr. 115
69168 Wiesloch, Deutschland
info@hessler-kalkwerk.de
https://www.hessler-kalkwerk.de
Was macht den HP 9SL so effektiv bei der energetischen Sanierung?
Der HP 9SL ist ein zementfreier Dämmputz mit einer extrem niedrigen Wärmeleitfähigkeit von λ=0,08W/(mK). Dank des druckstabilen Blähglases (kein Perlit!) bleiben die Dämmwerte auch nach der Verarbeitung sicher erhalten. Zudem wirkt er durch seine hohe Diffusionsoffenheit feuchteregulierend und entfeuchtend.
Worin liegt der Unterschied zwischen der Standardversion und dem HP 9SL-A?
Die Standardversion ist rein kalkbasiert und ideal für den Innenbereich. Der HP 9SL-A wurde speziell für die Außenanwendung entwickelt und enthält zusätzlich einen geringen Anteil Weißzement, um die Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse zu erhöhen.
In welcher Stärke kann der Dämmputz aufgetragen werden?
Pro Arbeitsgang kann der Putz in einer Dicke von bis zu 30 mm aufgetragen werden. Bei mehrlagiger Verarbeitung wird die vorletzte Lage plan gezogen und die finale Schicht (ca. 1 cm) nach einer Standzeit von 1-3 Tagen aufgebracht und abgerieben.
Wie hoch ist die Ergiebigkeit eines Sacks?
Trotz des geringen Sackgewichts von nur 12,5 kg ist das Material extrem volumenergiebig und ergibt ca. 30 Liter Nassmörtel. Für einen Quadratmeter Fläche bei 1 cm Auftragsstärke benötigen Sie etwa 10 Liter Frischmörtel.
Welche Trocknungszeiten sind vor der Endbeschichtung einzuhalten?
Im Innenbereich sollte der HP 9SL ca. 3 bis 4 Wochen stehen. Vor dem Streichen mit Mineralfarben (z. B. Sumpfkalkfarbe) ist eine Grundierung mit Hessler Biogrund HP 9500 erforderlich. Für Oberputze muss eine eventuelle Sinterhaut vorab entfernt werden.
Was ist bei der maschinellen Verarbeitung zu beachten?
Der Putz lässt sich hervorragend mit gängigen Putzmaschinen (z. B. G4 mit D8-1,5 Schnecke) verarbeiten. Wichtig: Bei Pausen von mehr als 10 Minuten muss der Mörtelschlauch unbedingt gespült werden, um ein Anstocken zu verhindern.
Ist der Putz als Untergrund für Fliesen geeignet?
Nein. Da der HP 9SL ein sehr weicher Leichtputz mit niedrigem Elastizitätsmodul ist, können darauf keine Fliesen verlegt werden. Für Fliesenflächen ist zwingend der Kalk-Zementputz HP 1 oder HP 1L zu verwenden.