Armierungsgewebe aus Glasgitter- oder Jutegewebe
Das Armierungsgewebe von conluto ist einerseits aus Glasgitter- und andererseits aus Jutegewebe hergestellt.
Wie hoch ist der Verbrauch?
Die Menge des Materials wird bei der Fugenarmierung auf ca. 2,8-3,2 lfm/m2 geschätzt. Berücksichtigen Sie bei der flächiger Armierung einen Mehrbedarf von etwa 10 % für Verschnitt und Überlappungen.
Wie wird Armierungsgewebe verarbeitet?
Der Lehm-Unterputz oder Lehm-Feinputz wird aufgebracht und abgezogen, wobei das flächige Armierungsgewebe in den noch formbaren Lehmputz eingespachtelt oder mit einem Reibebrett eingerieben wird. Die Überlappung des Gewebes in den Stoßfugen sollte mindestens 10 cm betragen und das Gewebe im oberen Drittel der Putzschicht positioniert werden. Für die Fugenarmierung wird das Gewebegitter über die Stoßfugen der Lehmbauplatten gelegt und mit einem dünnen Lehm-Feinputz oder dem Lehmkleber eingespachtelt.
Bei Jutegewebe gilt:
Vor dem Auftragen des Deckputzes muss überprüft werden, ob das Jutegewebe gut im Unterputz eingebettet ist und sich in den Eckbereichen nicht gelöst hat. Fehlstellen müssen nachgearbeitet werden und vollständig trocknen, bevor der Deckputz aufgetragen wird. Das Jutegewebe sollte vor der Verarbeitung nicht eingeweicht werden.
| Produkteigenschaft |
Wert |
| Inhalt: |
50,00 m2
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Angaben zur Produktsicherheit
Herstellerinformationen:
Conluto® Vielfalt aus Lehm
Detmolder Straße 61-65
32825 Blomberg/Istrup, Deutschland
info@conluto.de
https://www.conluto.de/
Wozu dient ein Armierungsgewebe im Lehmputz überhaupt?
Ein Armierungsgewebe hat die Aufgabe, Zug- und Schiebekräfte im Putz aufzunehmen und über eine größere Fläche zu verteilen. Es verhindert Rissbildung, die durch das Schwinden beim Trocknen, Temperaturschwankungen oder kleine Setzungen im Mauerwerk entstehen kann. Zudem überbrückt es kritische Nahtstellen zwischen unterschiedlichen Materialien, wie zum Beispiel beim Übergang von Beton zu Ziegel.
Was sind die Vorteile von Glasgittergewebe?
Das Glasgittergewebe ist der Favorit vieler Profis bei der Handhabung. Es ist unverrottbar, dimensionsstabil und nimmt kaum Wasser auf. Dadurch bleibt es bei der Verarbeitung formstabil, verzieht sich nicht und lässt sich besonders präzise zuschneiden. Es ist zudem alkalibeständig und kann daher sowohl für Lehm- als auch für Kalkputze im Innen- und Außenbereich eingesetzt werden.
Warum sollte ich mich für Jutegewebe entscheiden?
Jutegewebe ist die konsequent ökologische Wahl. Als natürliche Pflanzenfaser ist es zu 100 % kompostierbar und gliedert sich perfekt in den biologischen Kreislauf ein. Wer ein vollkommen natürliches Wandsystem ohne Kunststoffe wünscht, greift zur Jute. Da Jute Feuchtigkeit aufnimmt, sollte bei der Verarbeitung auf eine sorgfältige Einbettung geachtet werden.
Wie wird das Gewebe fachgerecht verarbeitet?
Egal ob Jute oder Glas: Das Gewebe muss immer im oberen Drittel der Putzschicht liegen, da dort die höchsten Zugkräfte wirken. Gehen Sie wie folgt vor:
- Putz auftragen und gleichmäßig abziehen.
- Gewebe vollflächig in den frischen Putz eindrücken.
- Mit einer weiteren dünnen Schicht überdecken, sodass es vollständig eingebettet ist.
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Wichtig: Die Bahnen müssen an den Rändern immer mindestens 10 cm überlappen.
Gibt es weitere Tipps, um Risse im Lehmputz zu vermeiden?
Neben dem Einsatz eines Gewebes helfen diese drei Maßnahmen:
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Wassermenge: Mischen Sie den Putz nicht zu nass an, um starke Volumenverluste beim Trocknen zu vermeiden.
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Naturfasern: Nutzen Sie Putze, die bereits Stroh- oder Hanffasern enthalten – diese wirken wie eine zusätzliche "innere" Armierung.
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Schichtstärke: Tragen Sie dicke Grundputze lieber in zwei Schichten auf und lassen Sie jede Schicht vollständig durchtrocknen.