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WEM System KERA 40

Das WEM System Kera 40 stellt eine Innovation im Bereich der Flächenheizungen dar: Es kombiniert die einfache und schnelle Installation eines Trockenbausystems mit der hohen thermischen Masse einer massiven Bauweise. Speziell entwickelt für den Einsatz in Holzbauten, Fertighäusern und Sanierungsobjekten, bringt dieses System wertvolle Masse in den Baukörper, ohne die Nachteile eines nassen Estrichs mit sich zu bringen.

Hohe Masse für optimalen Komfort

Im Gegensatz zu herkömmlichen leichten Trockenbausystemen setzt das Kera 40 System auf gebrannte Tonplatten. Mit einem Flächengewicht von ca. 72 kg/m² bietet das System zwei entscheidende physikalische Vorteile:

  1. Exzellenter Schallschutz: Die hohe Masse dämpft Schwingungen und verbessert die Akustik in Leichtbaukonstruktionen spürbar.

  2. Hervorragende Wärmespeicherung: Das keramische Material speichert die Energie und gibt sie als behagliche Strahlungswärme ab, während das System durch die oberflächennahe Verlegung der Rohre dennoch reaktionsschnell bleibt. [mehr]

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Die Vorteile des Kera 40 Systems auf einen Blick

Das WEM Kera 40 System bietet eine durchdachte Lösung für moderne und ökologische Bauprojekte:

  • Keine Baufeuchte: Als reines Trockenbausystem erfolgt kein Eintrag von Wasser in das Gebäude – ideal für den Holzbau und sensible Altbausanierungen.

  • Geringe Aufbauhöhe: Mit nur 40 mm Stärke lässt sich das System auch dort realisieren, wo herkömmliche Estriche an ihre Grenzen stoßen.

  • Schneller Baufortschritt: Es entfallen wochenlange Trocknungszeiten. Der Boden ist sofort nach der Verlegung bereit für den nächsten Gewerkeschritt.

  • Ökologisch & Nachhaltig: Die bei niedrigen Temperaturen gebrannten Tonplatten sind sortenrein trennbar und vollständig recyclebar.

  • Vielseitige Bodenbeläge: Das System eignet sich hervorragend für die Kombination mit Fliesen (direkte Verlegung) oder Holzdielen, welche direkt an den integrierten Profilleisten verschraubt werden können.

WEM Komponenten Kera 40

Technische Eckdaten & Systemkomponenten

Das System ist perfekt auf das WEM Mehrschicht-Verbundrohr (16 x 2 mm) abgestimmt und bietet durch die hohe Wärmeleitfähigkeit der Keramik (1 W/mK) eine beeindruckende Heizleistung – ideal für den Betrieb mit Niedertemperatur-Systemen wie Wärmepumpen.

  • Abmessungen Platten: 400 x 380 x 40 mm (bzw. 190 mm Länge für Passstücke).

  • Baustoffklasse: A1 (nicht brennbar).

  • Druckfestigkeit: 50 N/mm² – extrem belastbar und formstabil.

  • Zubehör: Profilleisten aus Fichte/Tanne für die Dielenbefestigung, Randdämmstreifen aus Holzfaser und passende Ausgleichsschüttungen für unebene Untergründe.

Montage & Verarbeitung: So wird das Kera 40 System installiert

Die Verlegung erfolgt grundsätzlich schwimmend auf einem sauberen, trockenen und ebenen Untergrund. Unebenheiten können vorab mit einer Ausgleichsschüttung und einer Sauberkeitsschicht (z. B. Holzfaserplatten) nivelliert werden.

1. Vorbereitung & Planung

  • Temperatur: Die Montage sollte nicht bei Temperaturen unter 5 °C erfolgen.

  • Randdämmstreifen: Zuerst werden die Randdämmstreifen lückenlos an allen aufsteigenden Bauteilen (Wänden, Säulen) fixiert.

  • Anbindeleitungen: Planen Sie die Zuleitungen vom Verteiler vorab. Diese können in einer Schüttung oder in Dämmplatten unter dem System zum Zielort geführt werden.

WEM Kera 40 System Dielenboden
WEM Kera 40 System Fliesen

2. Die zwei Verlege-Varianten

Je nach gewünschtem Bodenbelag unterscheidet sich der Aufbau des Systems:

A. Aufbau für Holzdielen (mit Profilleisten)

Dieses System ist ideal für die direkte Verschraubung von Massivholzdielen.

  • Verlegung: Kera-Platten und WEM-Profilleisten werden abwechselnd im Nut-und-Feder-Prinzip verlegt.

  • Abstände: Halten Sie an den Stirnseiten der Platten einen Abstand von 2–5 mm ein. Zur Wand wird ein Bereich von 25 cm für die Rohrbögen freigelassen.

  • Entkopplung: Die Profilleisten werden im Randbereich mit WEM Korkstreifen unterlegt, um Schallbrücken zu vermeiden.

  • Fixierung: Die Dielen werden später direkt in die Profilleisten verschraubt (verdeckt durch die Feder).

B. Aufbau für Fliesen & Naturstein (mit Entkopplungsmatte)

Für harte Beläge (bis max. 90 x 90 cm) wird das System stabilisiert:

  • Verbund: Die Platten werden im Verbund (Versatz ½ Platte) verlegt.

  • Verklebung: Im Gegensatz zur Dielen-Variante werden hier Nut und Feder der Platten mit einem Flexkleber (C2, S1) untereinander verklebt.

  • Entkopplung: Nach der Rohrverlegung und dem ersten Anheizen wird eine Entkopplungsmatte im Klebebett aufgebracht, auf die dann die Fliesen verlegt werden.


3. Rohrverlegung: Präzision im Detail

Das WEM Mehrschicht-Verbundrohr (Ø 16 mm) wird in die gesäuberten Rillen der Platten eingelegt:

  1. Hinweg: Jede zweite Rille belegen.

  2. Rückweg: Die verbleibenden Rillen füllen, wobei das Rohr bei den Bögen im Randbereich gekreuzt wird.

  3. Wichtig: Die Rohrbögen leicht nach unten drücken, damit sie nicht über die Plattenebene hinausragen.

WEM Kera 40 Randbereiche füllen

4. Abschluss der Arbeiten

  • Randbereiche füllen: Die Bereiche der Rohrbögen werden bei Dielenböden mit loser Schüttung (CEMWOOD CW1000) und bei Fliesenbelägen mit gebundener Schüttung (HS + HSB) planeben aufgefüllt.

  • Funktionsprüfung & Anheizen: Vor dem Verlegen des Oberbelags (besonders bei Fliesen) muss das System befüllt, druckgeprüft und einmal warm angeheizt werden (max. 45 °C), um Spannungen im Material auszugleichen.

Experten-Tipp: Verwenden Sie für die Systemgarantie ausschließlich original WEM-Verbindungsleitungen und Pressfittings. Das System ist nach DIN EN 1991 für hohe Belastungen (bis zu 3,0 kN/m² Flächenlast) in Wohn- und Bürogebäuden zugelassen.